Drucken

Der finnische Winterkrieg ging am 13. März 1940 zu Ende. Im Frieden von Moskau wurde entschieden, dass die Sovietunion Karelien von Finnland bekommt und, dass Hanko als Marinenbasis für 30 Jahre an die Sovietunion verpachtet werden sollte. Die Grenze wurde in Lappvik gezogen. Die Einwohner von Hanko mussten wegziehen, einige sind nach Degerby gekommen.

Hanko wurde im Dezember 1941 von den Finnen zurückerobert, seitdem die Deutschen ins Baltikum eingezogen sind, und die Sowjetunion die Unterstützung südlich von dem Finnischen Meerbusen verloren hatten.

Es wird gesagt, dass die Sowjetunion sich für das Porkkala-Gebiet im März 1940 nicht interessiert hat. Aber genau das Gebiet: zwei Drittel von Kirkkonummi, ein Drittel von Siuntio und fast die ganze Gemeinde von Degerby wollte die Sowjetunion von Finnland für 50 Jahre verpachten. Der Grund war einfach: damit hatte die Sowjetunion Kontrolle über das ganze Baltikum. Südlich von Porkkala im Finnischen Meerbusen gibt es ein Fort namens Mäkiluoto, nur 36 km von dem estnischen Fort Naissaar entfernt. Genau an diesem Punkt ist der Finnische Meerbusen am kürzten und am seichten. Finnland hat zusammen mit Deutschland einen Verschluss über den ganzen Meerbusen während des Krieges gebaut, den die Sowjetunion erst dann brechen konnte, als Finnland unfreiwillig das Porkkala-Gebiet an die Sowjetunion als Folge des Waffenstillstandes im September 1944 verpachten musste.

Mehr als 7 200 Porkkala-Einwohner mussten evakuieren, 1 170 davon aus Degerby. Die Gemeinde hatte nur 1 400 Einwohner, und nur drei von 24 Dörfer sind an der finnischen Seite der Grenze geraten, als die Grenze gezogen wurde. Das bedutete, dass diese drei Dörfer 1946 an Inkoo angeschlossen wurden.

Im Juli 1955 ist die Sowjetunion, auf die Initiative Chruschtschows, zu dem Entschluss gekommen, dass das Porkkala-Gebiet zurück an Finnland gegeben werden wird. Die Sprengungen der 300-500 Kanonenbunker wurden eingeleitet und die Räumung des Gebiets ist in großer Eile geschehen.

Am 26. januar 1956 wurde die Grenze offiziell eröffnet. Die alten Porkkala-Einwohner durften erst am 4. Februar das Gebiet betreten.

Nach einem harten politischen Kampf durften die Porkkala-Einwohner seine eigenen Höfe wiedereinlösen. Diejenige, die sowohl Boden als auch Gebäude 1944 besessen haben, hatten einen Ersatz vom finnischen Staat bei der Evakuierung bekommen, genauso wie die gute 400 000 Karelier, die gleichzeitig evakuiert hatten.